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Mostviertel
Das Mostviertel liegt im südwestlichen Niederösterreich und grenzt im Norden an die Donau, im Süden und Westen an die Steiermark und Oberösterreich sowie im Osten an den Wienerwald. Mit etwa 5.600 Quadratkilometern Fläche und rund 488.000 Einwohnern ist es eine der größeren Landschaften des Bundeslandes. Die Region verdankt ihren Namen dem Most, der hier aus Äpfeln und Birnen hergestellt wird. Besonders das Gebiet zwischen Ybbs und Enns gilt als Kerngebiet der Mostwirtschaft, wo klimatisch günstige Bedingungen für den Obstbau herrschen. Historisch war das Mostviertel als „Viertel ober dem Wienerwald“ bekannt und spielte eine Rolle in der Verwaltungsgeschichte Niederösterreichs, etwa durch das Kreisamt in St. Pölten. Landschaftlich wechseln sich sanfte Hügel im Norden mit alpinen Ausläufern im Süden ab, wo Berge wie der Ötscher bis zu 1.893 Meter erreichen. Flüsse wie Enns, Ybbs und Traisen prägen die Täler, während Naturparks und Moore wie das Leckermoor bei Göstling besondere ökologische Werte bieten. Typisch sind ausgedehnte Streuobstwiesen und eine Mischung aus atlantischem und pannonischem Klima, das Obst- und Weinanbau begünstigt.
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