Burgstall Schneckenbichl
archäologische Stätte in Deutschland
Die Burg Peiting, auch Welfenburg genannt, ist eine abgegangene Gipfelburg auf 733 m ü. NHN im Flurbereich „Schneckenbichl“. Sie liegt südlich des Lechs, nordwestlich des Marktes Peiting und auf dem Gemeindegebiet der Stadt Schongau im Landkreis Weilheim-Schongau. Die Anlage wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und wird mit der Burganlage auf dem Schneckenbichl identifiziert. Die Abschnittsbefestigung Schlossberg wurde fälschlicherweise lange für die Burg Peiting gehalten, ist aber eine frühmittelalterliche Anlage aus dem 9./10. Jahrhundert. Die Burg wurde um 1055 von Herzog Welf I. erbaut und 1101 als „nova arx Bitengoe“ urkundlich erwähnt. Sie war Mittelpunkt der Lechrainer Welfen und wurde von dieser Linie bis 1191 geführt. Die Burg wurde 1348 durch ein Erdbeben beschädigt und 1632 im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die Anlage ist als Bodendenkmal im Bayernatlas unter der Aktennummer D-1-8131-0065 geführt und wird als Burgstall des hohen und späten Mittelalters sowie Höhensiedlung der Bronzezeit klassifiziert. Der Burgstall Schneckenbichl liegt auf einem Gipfel mit Ausblick auf die Umgebung. Die Anlage umfasst Reste der Burganlage, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurden. Die Lage ermöglicht einen Überblick über das Tal und die umliegenden Gebirgszüge. Die Umgebung umfasst den Flurbereich Schneckenbichl sowie den Lech. Die Anlage ist Teil der historischen Landschaft der Region und bietet Einblicke in die mittelalterliche Geschichte der Welfen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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