Altes Schloss (Grevenbroich)
Schloss in Deutschland
Das Alte Schloss in Grevenbroich liegt am linken Ufer der Erft, etwa 200 Meter südlich des historischen Stadtteils. Es war einst eine Landesburg der Grafen von Kessel und des Herzogtums Jülich, die im 16. Jahrhundert zu einem Schloss ausgebaut wurde. Heute sind nur der Wohnbau, ein Wirtschaftsgebäude, ein Torhaus und Reste der Wassergräben erhalten. Die Anlage steht seit 1984 unter Denkmalschutz. Das Schloss war bis ins 17. Jahrhundert ein bedeutender Ort, insbesondere als Sitz des Amtmanns und Tagungsort der Jülicher Landstände. Im 16. Jahrhundert wurde es unter Herzog Wilhelm der Reiche umgebaut und erhielt eine Galerie sowie einen Garten mit Wasserspielen. Die Baukosten beliefen sich auf 23.000 Gulden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es beschossen und schließlich eingenommen. Die Anlage verlor im Laufe der Neuzeit an Bedeutung und wurde schließlich von der Stadt Grevenbroich erworben. Im Inneren des Wohnbaus sind gotische Kreuzstockfenster sowie ein Tonnengewölbe im Kellergeschoss erhalten. Der Palas, ein zweigeschossiger Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert, ist von einem schiefergedeckten Satteldach abgeschlossen. Nördlich davon liegen die Wirtschaftsgebäude, die über eine Zugbrücke mit dem Torhaus verbunden sind. Der heute als Haus Hartmann bekannte Gebäudekomplex diente ursprünglich als Kellnerei und ist seit 1977 in städtischem Besitz.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Grevenbroich
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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