📷 Bild: Wikimedia Commons
Lauenturm
Turm in Bautzen
Der Lauenturm ist ein Teil der Stadtbefestigung von Bautzen und steht am südlichen Rand der Altstadt. Er liegt auf der westlichen Seite der Inneren Lauenstraße, die von der Friedensbrücke zum Rathaus führt. Der Turm wurde im 15. Jahrhundert als Wehrturm des Lauentores errichtet und ist damit der älteste der städtischen Tortürme. Sein Name leitet sich vom Wappentier des Königreichs Böhmen, dem Löwen, ab. Der Turm war bis ins 16. Jahrhundert ein Hochsicherheitsgefängnis und wurde später durch eine hölzere Haube ergänzt, die 1720 bei einem Brand zerstört wurde. Die Stundenglocke, die im Turm installiert war, läutete als Armesünderglocke bei Hinrichtungen. Der Turm war zudem ein zentraler Bestandteil der Verteidigungsanlagen der Stadt, da er den Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Verteidigungssystemen markierte. Heute kann der Lauenturm im Rahmen von Führungen bestiegen werden. Er bietet einen Ausblick auf die Altstadt und die umliegenden Gebiete. Die Mauer des Turms ist mit einer Verbindung zum angrenzenden Haus verbunden, und die Südseite des Turms trägt ein Reiterstandbild des sächsischen Königs Albert I. Die Haube des Turmes wurde nach einem Brand im Zweiten Weltkrieg 1956 rekonstruiert und 1990/91 restauriert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Bautzen
- Adresse
- Innere Lauenstraße 14
- Erbaut
- 1400
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Sachsen
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