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Karner/Dreikönigskapelle
Kapelle in Tulln an der Donau (21574)
Der Karner, auch Dreikönigskapelle genannt, ist ein spätromanischer und frühgotischer Zentralbau im ehemaligen Friedhof von Tulln an der Donau. Er steht im Südosten der Pfarrkirche St. Stephan in der Kirchengasse 17 und ist als Denkmal geschützt. Der Bau datiert auf das 13. Jahrhundert und wurde 1317 erstmals urkundlich erwähnt. In der Reformationszeit diente er als Pulver- und Salzmagazin, wurde 1752 durch einen Stadtbrand beschädigt und 1760 wiederhergestellt. Die Kapelle ist nach astronomischen Beobachtungen ausgerichtet und zeigt eine besondere Ausrichtung an drei Tagen der Osterzeit. Die Bauhütte, die den Karner errichtete, verwendete unterschiedliche Maße, die auf eine gemeinsame Herkunft hinweisen. Die Architektur umfasst ein zweigeschoßiges Quadermauerwerk mit einer elfseitigen Außenhülle und einem runden Inneren. Die Portale und Fenster sind mit reichen Ornamenten und Skulpturen versehen, darunter ein bekanntes Portal aus der Spätromanik. Im Inneren der Kapelle befinden sich Fresken aus dem 13. Jahrhundert, die 1873 übermalt wurden. Die Malerei zeigt religiöse Szenen wie die Anbetung der Drei Könige und die Verklärung der hl. Katharina. Die Wandverzierung umfasst ein Figurenfries mit blauem Grund und grünem Boden. Der Raum ist durch Dreiviertelsäulen in sechs Felder geteilt, und das Gewölbe trägt Schalungsabdrücke. Die Kapelle verfügt über eine Spindeltreppe zum Dachstuhl und einen Triumphbogen mit skulptierten Kapitellen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kapelle
- Ort
- Tulln an der Donau
- Adresse
- Kirchengasse 17, Tulln
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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