Kurmainzische Statthalterei

📷 Bild: Wikimedia Commons

SchlösserThüringenBezirk Thüringen

Kurmainzische Statthalterei

barocke, dreigeschossige Vierflügelanlage um einen Innenhof in Erfurt

Die Kurmainzische Statthalterei ist eine barocke Vierflügelanlage um einen Innenhof im Zentrum von Erfurt. Sie wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichtet und war bis 1802 Sitz der kurmainzischen Statthalter. Von 1808 bis 1816 diente sie als Gouvernementsgebäude unter französischer Herrschaft, wobei Napoleon Bonaparte während des Erfurter Fürstenkongresses seine Residenz nutzte. 1816 wurde sie zum Regierungspräsidium des Regierungsbezirks Erfurt, bis 1940 war sie Sitz der Gestapo. Seit 1994 beherbergt sie die Thüringer Staatskanzlei und den Ministerpräsidenten. Die Anlage besteht aus einem dreigeschossigen Hauptgebäude im Süden, bestehend aus Renaissanceflügel, Mittelbau und Barockflügel. Der Renaissanceflügel hat einen Runderker mit Reliefs und einer Büste, der Barockflügel einen rechteckigen Erker mit Putten. Im Innenhof, dem Palaishof, wurden einst Wildgehege und später ein öffentlicher Park eingerichtet. Die Statthalterei war zudem ein geistiger Zentrum, wo berühmte Persönlichkeiten wie Goethe und Schiller auftraten. Die Statthalterei bietet Räume wie das Arbeitszimmer Napoleons, den Festsaal und das Erkerzimmer. Der Innenhof ist ein Ausblickspunkt mit historischen Bäumen. Die Umgebung umfasst den Hirschgarten, die Wigbertikirche und die Altstadt von Erfurt. Die Anlage ist ein Beispiel für barocke Architektur und hat eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Stadt gespielt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Schloss, Verwaltungsgebäude
Ort
Erfurt
Adresse
Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt
Architekt
Johann Maximilian von Welsch
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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