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Schlatenkees
Das Schlatenkees ist ein Gletscher in der Venedigergruppe, der zur Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern gehört. Es liegt östlich des Großvenedigers auf Osttiroler Boden, verteilt auf die Gemeinden Matrei und Prägraten. Der Gletscher erstreckt sich vor allem in östlicher Richtung, sein oberster Bereich zeigt nach Südosten. Der Gletscher war einst mit etwa neun Quadratkilometern der größte Talgletscher Osttirols und der zweitgrößte der Venedigergruppe nach dem Obersulzbachkees. Seit 2003 hat er jedoch stark an Fläche verloren, 2022 maß er nur noch 6,89 Quadratkilometer. Besonders seit 2005 beschleunigte sich der Rückzug, zwischen 1988 und 2018 zog er sich um 470 Meter zurück, 2022 allein um 89,5 Meter. Der einst tiefste Gletscherende der Ostalpen auf 1720 Metern Höhe ist heute verschwunden und hat einem See im Unteren Keesboden Platz gemacht. Am Oberen Keesboden, einem flachen Nährgebiet, wird das Eis von Gipfeln wie dem Großvenediger und dem Rainerhorn gespeist. Über einen mächtigen Eisbruch fließt es zum Unteren Keesboden auf etwa 2300 Metern Höhe, wo ein Teilstrom von der Kristallwand hinzukommt. Das Zungenende lag einst bei 2100 Metern, ist heute aber stark zerklüftet und von Schutt bedeckt. Der Schlatenbach, der früher aus einem Gletschertor austrat, mündet heute über den Gschlössbach in die Donau. Der Rückzug des Eises hat gefährliche Spalten und brüchige Ränder hinterlassen, weshalb das Betreten des Gletschers nicht mehr empfohlen wird. Der Gletscherweg Innergschlöß führt heute nicht mehr bis an die Eismassen heran, bietet aber Einblicke in die veränderte Landschaft.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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