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Pummerin
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Die Pummerin ist die größte Glocke Österreichs und hängt seit 1957 im Nordturm des Stephansdoms in Wiens Innerer Stadt. Sie wurde 1951 in St. Florian bei Linz gegossen und wiegt 20.130 Kilogramm bei einem Durchmesser von 314 Zentimetern. Damit ist sie nicht nur die drittgrößte Glocke West- und Mitteleuropas, sondern auch ein Symbol für den Frieden und die wiedergewonnene Freiheit nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihr Material stammt teilweise aus osmanischen Kanonen, und als Geschenk Oberösterreichs steht sie für den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Doms. Traditionell läutet sie nur zu besonderen Anlässen, darunter der Jahreswechsel, wenn ihr Klang live in Radio und Fernsehen übertragen wird, gefolgt vom Donauwalzer. Geweiht ist sie der heiligen Maria, die auf der Glocke als „Königin von Österreich“ bezeichnet wird. Ihr Name leitet sich von ihrem tiefen, „pummernden“ Schlagton ab, der im Ton c0 +4/16 erklingt. Vor Ort erlebt man die Pummerin als mächtiges Klangereignis, das den Stephansdom prägt. Der Turm bietet zudem einen Blick über die Innenstadt, während die Glocke selbst mit barocker Inschrift und historischem Material an vergangene Zeiten erinnert. Ihre Vorgängerin, die alte Pummerin aus dem Jahr 1711, hing einst im Südturm und stürzte 1945 beim Dombrand ab.
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