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Vojvodska grobnica
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Die Herzogsgruft liegt unter dem Mittelchor des Wiener Stephansdoms in der Inneren Stadt und ist Teil der historischen Katakomben von St. Stephan. Erbaut um 1363 auf Initiative von Herzog Rudolf IV., diente sie zunächst als erste Grablege der Habsburger und blieb bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts ihre wichtigste Familienbegräbnisstätte. Später wurden hier von 1654 bis 1878 Urnen mit Eingeweiden oder Herzen von 56 Habsburgern beigesetzt, darunter die von Kaiser Leopold I. und Kaiser Karl VI. Die Gruft besteht aus einem rechteckigen, gewölbten Raum, der ursprünglich in der Längsachse des Doms ausgerichtet war und heute als Urnenraum genutzt wird. Ein 24-stufiger Abgang führte zu ihr hinab, der von zwei Gruftplatten bedeckt wurde. Nach der Beisetzung Erzherzog Karls geriet die Gruft in Vergessenheit, bis sie 1645 wiederentdeckt wurde. Maria Theresia ließ die Anlage 1754 und 1755 um einen ovalen Raum erweitern und die Gebeine ihrer Vorfahren in neue Sarkophage umbetten. Vor Ort betritt man die Gruft über den Abgang unter dem Mittelchor und findet im rechteckigen Raum Nischen mit Gittern, in denen die Urnen mit Eingeweiden oder Herzen der Habsburger aufgestellt sind. Im ovalen Raum stehen die Metallsarkophage von 15 Familienmitgliedern, darunter Friedrich III. und Rudolf IV. Die Gruft wurde 1956 und 1967 umgestaltet, wobei die Sarkophage neu positioniert und die Urnen zugänglich gemacht wurden.
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