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Kommende Lage

ehemalige Kommende des Johanniter- und Malteserordens in Rieste in Niedersachsen

Die Kommende Lage war eine Niederlassung des Johanniter- und Malteserordens in Rieste, Niedersachsen. Sie existierte von Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1810 und zählt neben Steinfurt zu den bedeutendsten Ordensstätten Nordwestdeutschlands. Die Kommende entstand 1245 durch die Stiftung Grafen Otto I. von Tecklenburg und wuchs im 14. Jahrhundert zu der größten Niederlassung der niederrheinisch-westfälischen Ballei auf. 1341 lebten bereits 45 Johanniter dort. Die Kommende war über Jahrhunderte ein Zentrum der Wallfahrt zum Lager Kreuz, einem 1315 geweihten Kruzifix in der Kirche St. Johannes der Täufer. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde sie 1626 von dänischen Truppen und 1627–1642 von Schweden besetzt. Nach dem Krieg wurden neue Gebäude errichtet, doch die Kommende verlor an Bedeutung. 1810 wurde sie aufgelöst und später in den Besitz der Klosterkammer Hannover übergegangen. 1999 gründete der Bischof von Osnabrück ein Kloster der Dominikanerinnen, das 2020 verlassen wurde. Die Kommendegebäude wurden 1657–1660 nach Kriegsschäden wiederaufgebaut und bestehen aus West-, Süd- und Ostflügel sowie einem Turm in der Nordwestecke. Die Kirche St. Johannes der Täufer, 1426 geweiht, war ursprünglich durch einen Wassergraben von der Kommende getrennt. Sie diente nach dem Westfälischen Frieden als Pfarrkirche und wurde mehrfach erweitert. Die Kommende ist heute ein Teil des Klosters der Franziskaner-Minoriten, das 2021 übernommen wurde.

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Art
Kloster
Ort
Rieste

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