📷 Image: Wikimedia Commons
Palais Liechtenstein (Herrengasse)
Palast in Österreich
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Das Palais Liechtenstein in der Wiener Herrengasse war ein prächtiger Adelspalast, der im frühen 18. Jahrhundert entstand und bis zu seinem Abriss 1913 mehrfach umgebaut wurde. Ursprünglich gehörte das Grundstück zwischen Michaelerplatz und Wallnerstraße bereits 1443 der fürstlichen Familie Liechtenstein. Der Architekt Joseph Hardtmuth erweiterte den Komplex 1792 bedeutend, bevor das Gebäude schließlich einer modernen Verbauung weichen musste. Besonders hervorzuheben sind die klassizistische Bibliothek, die ab 1846 vom „Adeligen Casino“ genutzt wurde, und der Bösendorfer-Saal mit Platz für 588 Personen. Dieser Konzertsaal, ursprünglich eine Reitschule, entwickelte sich ab 1872 zu einem der wichtigsten musikalischen Zentren Wiens dank seiner herausragenden Akustik. Stefan Zweig beschrieb das letzte Konzert 1913 in seinem Werk *Die Welt von Gestern* eindrücklich. Nach dem Abriss blieb die Baulücke über 15 Jahre bestehen, da der Erste Weltkrieg die geplante Neunutzung verzögerte. Erst 1930–1932 entstand an dieser Stelle das 16-geschoßige Hochhaus Herrengasse, entworfen von Siegfried Theiss und Hans Jaksch.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant
- Art
- Palast
- Ort
- Wien
- Baustil
- Barockarchitektur
- Architekt
- Joseph Hardtmuth
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