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Hof-Naturalien-Cabinet
Vorgänger des heutigen Naturhistorischen Museums in Wien
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Das Hof-Naturalien-Cabinet war der Vorläufer des heutigen Naturhistorischen Museums in Wien und entstand unter der Leitung von Kaiser Franz Stephan von Lothringen, der als Förderer der Naturwissenschaften galt. Die Sammlung begann 1748 mit dem Ankauf der mineralogischen und fossilen Sammlung von Johann Ritter von Baillou, da Lebewesen damals noch nicht präpariert werden konnten. Nach dem Tod des Kaisers 1765 übernahm Maria Theresia die Sammlungen, um sie für den Bergbau nutzbar zu machen, und berief den Geologen Ignaz von Born als Leiter, der sie systematisch erweiterte. Unter Kaiser Franz II. wurde die Sammlung um ein Tierkabinett ergänzt, das auf Jagdtrophäen von Maximilian II. und Sammlungen von Johann Natterer zurückgeht. Um 1800 wurden die Ausstellungen teils streng wissenschaftlich, teils kurios gestaltet, etwa mit ausgestopften Menschen wie Angelo Soliman. Ein eigenes Pflanzenkabinett entstand 1807, gestiftet vom Kaiser selbst. Unter Karl von Schreibers, der die Kabinette von 1806 bis 1851 leitete, wurden sie zu Forschungseinrichtungen ausgebaut, unterstützt von namhaften Wissenschaftlern wie Paul Partsch. Die Sammlungen litten 1848 unter Schäden durch Aufstände, darunter Verluste der Brasilien-Expedition. 1851 wurden sie in Zoologisches, Botanisches und Mineralogisches Hofkabinett unterteilt. Zunächst in der Hofburg untergebracht, zog das Botanische Kabinett später in die Universität um. Die wachsenden Bestände und der Platzmangel führten schließlich zum Bau des Naturhistorischen Museums, das 1889 eröffnet wurde.
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- Art
- Museum, Naturalienkabinett, Sammlung
- Ort
- Innere Stadt
- Erbaut
- 1748
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