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Hof-Naturalien-Cabinet
Vorgänger des heutigen Naturhistorischen Museums in Wien
Das Hof-Naturalien-Cabinet war eine Sammlung naturwissenschaftlicher Objekte, die unter Kaiser Franz Stephan von Lothringen angelegt wurde. Es entstand 1748 durch den Ankauf der Sammlung von Johann Ritter von Baillou. Die Sammlungen konzentrierten sich auf Mineralien und Fossilien, da Lebewesen zu dieser Zeit schlecht präpariert werden konnten. Die Kabinette wurden nach dem Tod Franz Stephans 1765 in Staatseigentum übernommen und 1776 unter der Leitung von Ignaz von Born systematisch ausgebaut. Die Sammlungen wurden durch verschiedene Expeditionen und staatliche Anschaffungen erweitert, darunter die Novara-Expedition. Sie umfassten auch Tier- und Pflanzenkabinette sowie ein Tierkabinett, das habsburgische Jagdtrophäen und Sammlungen von Johann Natterer beinhaltete. Bekannt sind auch Ausstellungen fremder Menschen wie Angelo Soliman, dessen Haut bis 1806 ausgestellt wurde. 1851 wurden die Kabinette in drei separate Hofkabinette unterteilt, und die Sammlungen wurden schließlich in das Naturhistorische Museum Wien übertragen. Die Kabinette befanden sich ursprünglich im Leopoldinischen Trakt der Hofburg und später im Augustinergang. Aufgrund der wachsenden Platznot wurde das Naturhistorische Museum 1889 eröffnet. Die Kabinette spielten eine zentrale Rolle in der geologischen Forschung Europas und wurden durch Wissenschaftler wie Karl von Schreibers und Paul Partsch weiterentwickelt. 1848 wurden sie durch die Oktoberaufstände beschädigt, wobei viele Stücke zerstört wurden.
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- Art
- Museum, Naturalienkabinett, Sammlung
- Ort
- Innere Stadt
- Erbaut
- 1748
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