NiederbayernBezirk Niederbayern

Castra Quintana

archäologische Stätte in Deutschland

Das Kastell Künzing war Teil der römischen Festungskette am Limes und liegt im bayerischen Landkreis Deggendorf. Es wurde im späten 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut und vermutlich im 3. Jahrhundert durch Alamannen zerstört. Die Anlage war Teil der Grenzbefestigung, die in sicherer Entfernung zur Donau errichtet wurde. Der Name leitet sich von einer lusitanischen Kohorte ab, die im 2. Jahrhundert dort stationiert war. Die heutige Form des Namens entstand durch eine Reihe von Namensveränderungen und sprachlichen Einflüssen. Das Kastell ist besonders durch den Metallhort bekannt, der Aufschluss über die Ausrüstung der römischen Hilfstruppen gibt. Die Anlage wurde in mehreren Bauperioden erneuert und war bis in das 5. Jahrhundert in Nutzung. Die Erwähnung im Leben des Severin von Noricum und die Funde aus der Spätantike belegen die Bedeutung des Ortes. Die Ausgrabungen zeigten, dass das Kastell auch in der spätrömischen Zeit weiterhin eine Rolle spielte, bis es schließlich verlassen wurde. Die Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert führten zu wichtigen Erkenntnissen über die römische Besiedlung. Die Entdeckung von drei Ecktürmen, dem rechten Seitentor und dem Fahnenheiligtum zeigte die Struktur der Anlage. Im 20. Jahrhundert wurden weitere Grabungen durchgeführt, die die Spuren des römischen Amphitheaters und spätantiker Gräber aufdeckten. Die Forschung konzentrierte sich auf das Lagerdorf und die Umgebung, wodurch ein umfassenderes Bild der römischen Präsenz entstand.

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Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Künzing
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Sources:Kastell Künzing (CC0-1.0)

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