Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla
Das Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla liegt im Luchsbachtal am Rand des Erzgebirges, unweit von Schwarzenberg. Wer hier einfährt, legt zunächst rund drei Kilometer mit der Grubenbahn zurück, bis die Strecke die Lagerstätte Hämmerlein erreicht. Am Ziel stehen die namensgebenden Zinnkammern: ausgeerzte Hohlräume von etwa 45 Metern Länge, zwölf Metern Höhe und zehn Metern Breite, nach Angaben des Betreibers die größten ihrer Art in Europa. Die Anlage stammt nicht aus dem historischen Erzbergbau der Region, sondern aus der Nachkriegszeit. Der Betrieb gehörte zur SDAG Wismut, die im Erzgebirge Uranerz gewann; in Pöhla kamen Zinn und weitere Erze hinzu. Entsprechend behandeln die Führungen die moderne Gewinnung — Bohren, Laden, den Kammerbau — und werden von früheren Bergleuten übernommen, die den Betrieb aus eigener Anschauung kennen. Die Einfahrt erfolgt nach Voranmeldung, zum Abschluss gibt es Bergmannsbrot. Neben den regulären Führungen nutzt das Bergwerk seine Hohlräume auch anders: für Konzerte, für eine Lasershow mit Musik und für die weihnachtlichen Mettenschichten, jene bergmännische Feier vor dem Fest. Kindern erzählen die Führer unterwegs vom Berggeist Knuffel.
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