📷 Image: Wikimedia Commons
Synagoge
ehemalige Synagoge in Altenkunstadt, Deutschland
Die Synagoge in Altenkunstadt steht im Judenhof, einer kleinen Stichstraße neben der Hauptstraße der Gemeinde. Sie wurde 1726 als Sandsteinquaderbau errichtet und ist ein geschütztes Baudenkmal. Die Lage der Synagoge war durch Vorschriften des 18. Jahrhunderts bestimmt, die Synagogen außerhalb des Ortskerns und fern von Straßen mit Prozessionen plazieren ließen, um Konflikte zwischen Juden und Christen zu vermeiden. Die Synagoge blieb während des Novemberpogroms 1938 unversehrt, obwohl ihre Inneneinrichtung und Kultgeräte zerstört wurden. Nach dem Krieg diente sie als Unterkunft für Kriegsgefangene und wurde ab 1989 bis 1993 restauriert. Heute dient das Gebäude als Museum und kulturelle Begegnungsstätte mit einer Dauerausstellung auf der Frauenempore, die die Geschichte der Juden im oberen Maintal erzählt. Im Dachboden der Synagoge wurde eine Geniza entdeckt, deren ältestes Fragment aus dem Jahr 1566 stammt und einen in Venedig gedruckten Bibelkommentar enthält. Die Synagoge ist ein Ort der Erinnerung und kulturellen Begegnung, der die Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Region widerspiegelt.
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- Art
- Museum, Synagoge
- Ort
- Altenkunstadt
- Adresse
- Judenhof 3
- Erbaut
- 1726
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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