Kleinkastell Maisel
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kleinkastell Maisel ist ein römisches Militärlager am Obergermanischen Limes, das heute als Bodendenkmal in der Nähe von Glashütten liegt. Es befindet sich in einem Waldstück westlich des Kröfteler Weges, in einer Höhe von 455 Metern. Die Anlage wurde 1892 von der Reichs-Limeskommission untersucht und als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes eingestuft. Die Strecke des Limes verläuft nahezu ausschließlich durch Waldgebiete und erreicht einen Höhenpunkt von 695 Metern am „Roten Kreuz“. Das Kleinkastell war ein quadratisches Lager mit einer Außenlänge von 29,60 Metern und einer Mauerstärke von 2,90 bis 3,15 Metern. Die Wehrmauer bestand aus behauenen Grauwackesteinen und war mit Schotter gefüllt. Vor der Mauer lag ein Spitzgraben, und an der Nordseite befand sich das einzige Tor. Innerhalb des Lagers fanden sich Spuren von Kochstellen, eine Heizung aus römischen Ziegeln sowie Münzen aus verschiedenen Kaiserperioden. Zudem gab es Hinweise auf einen möglichen Brunnen. Die Anlage ist Teil des UNESCO-Welterbes und unter Denkmalschutz. Der Limesverlauf zwischen dem Kleinkastell Maisel und dem Kastell Kleiner Feldberg verläuft durch Waldgebiete und erreicht einen Höhenunterschied von etwa 240 Metern. Die Strecke verläuft in östlicher und nordöstlicher Richtung und weist einen Bogen um das „Rote Kreuz“ auf. Die Anlage ist ein wichtiger Teil der römischen Grenzarchitektur und bietet Einblick in die militärischen Strukturen der Antike.
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- Art
- Kleinkastell, Archäologische Stätte
- Ort
- Glashütten
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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