CastlesSchottland, Wales und Nordirland

Blackness Castle

Blackness Castle steht an der Spitze einer schmalen, felsigen Landzunge im Firth of Forth, unmittelbar bei der Ortschaft Blackness an der Ostgrenze der Council Area Falkirk. Die Befestigungsmauer folgt grob dem Umriss eines Schiffes: Der „Bug“ weist nach Nordosten, das „Heck“ zum Land hin. Daher rührt der Beiname „Das Schiff, das niemals segelte“; die drei bis zu vierstöckigen Türme heissen umgangssprachlich „Maste“. Seit 1971 ist die Anlage in der höchsten Denkmalkategorie A gelistet. Erbaut wurde die Burg im 15. Jahrhundert, wahrscheinlich um 1440, durch den Clan Crichton. Bereits 1453 schenkte George Crichton sie König Jakob II., der sie als Truppenstützpunkt nutzte. Aus Furcht vor einem Krieg mit Heinrich VIII. liess Jakob V. sie zwischen 1537 und 1543 unter Leitung von James Hamilton of Finnart zu einer der wehrhaftesten Festungen Schottlands ausbauen. Zahlreichen Angriffen und Belagerungen hielt sie stand; erst Oliver Cromwells Truppen nahmen sie 1650 ein. Im Treaty of Union von 1707 wurde Blackness als eine von vier Burgen genannt, die weiter unterhalten werden sollten. 2024 zählte sie etwa 77.000 Besucher. Neben der militärischen Nutzung diente Blackness lange als Gefängnis für Gegner der Krone. Zu den Insassen zählten Kardinal David Beaton, später zahlreiche Covenanters und im 18. Jahrhundert Kriegsgefangene. Ab 1870 war die Anlage Munitionsdepot und kam nach dem Ersten Weltkrieg zur Denkmalpflege. Die Schäden aus dem Beschuss von 1650 sind bis heute im Mauerwerk sichtbar; von den Türmen und Wehrgängen reicht der Blick über den Firth of Forth.

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