📷 Image: Wikimedia Commons
Riethnordhausen
Riethnordhausen liegt im Thüringer Becken, etwa zehn Kilometer nördlich von Erfurt. Der Ort befindet sich an der Landstraße 2142 zwischen Straußfurt und Erfurt an der Schmalen Gera. Die Nachbargemeinden sind Haßleben, Alperstedt, Nöda, Walschleben und Ringleben. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt und zum Landkreis Sömmerda. Riethnordhausen wurde im 12. Jahrhundert als Teil einer „kleinen Grafschaft“ gegründet, die im Besitz der ludowingischen Landgrafen von Thüringen war. Beide Orte kamen 1485 zum ernestinischen Kurfürstentum Sachsen. Sie gehörten ab 1542 zum Amt Ringleben, das 1572 zum Herzogtum Sachsen-Weimar kam. Im 17. Jahrhundert wurde der Ort dem Herzogtum Sachsen-Eisenach und später dem Amt Großrudestedt zugeordnet. In der NS-Zeit standen die Sinti und Roma unter Diskriminierung, und das Grab des Geigers Wilhelm A. J. Weiß wurde von der Polizei kontrolliert. Die St.-Bonifatius-Kirche, auch „Thüringer Laterne“ genannt, ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes. Sie brannte 1996 fast vollständig aus und wurde durch einen Neubau ersetzt, bei dem ein Kirchturm originalgetreu wiederaufgebaut wurde. Die Kirche besitzt eine Photovoltaikanlage und eine neue Orgel aus der Werkstatt von Orgelbau Waltershausen. Auf dem Friedhof erinnert ein Grabstein mit Geigen-Motiv an Wilhelm A. J. Weiß. Zudem gab es im Ort regelmäßige Veranstaltungen wie Osterfeuer, Sommerfest und Kirmes. Bekannte Persönlichkeiten aus dem Ort sind Johann Philipp Bendeler, Wilhelm Weißenborn und Franz Fürchtegott Böhme.
Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text.
- Einwohner
- 1.006
- Fläche
- 12,41 km²
- Seehöhe
- 160 m
- Bezirk
- Landkreis Sömmerda
Nearby
- Thüringer Zoopark Erfurt6.9 km
- Roter Berg7.0 km
- Schwellenburg6.7 km
- Schloss Gebesee5.9 km
- Heiligen Mühle9.2 km
- Alfred Machol monument10.2 km
QR-Code