Kartause Güterstein

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Kartause Güterstein

ehemaliges Kloster bei Bad Urach, Deutschland

Die Kartause Güterstein war ein Kloster der Zisterzienser, später der Kartäuser, bei Bad Urach. Es wurde im frühen 13. Jahrhundert von Konrad von Urach gestiftet und später von den Benediktinern der Abtei Zwiefalten übernommen. Die Kartause entstand im 15. Jahrhundert und war bis 1535 einflussreich, insbesondere durch ihre Verbindung zur Grafenfamilie von Württemberg und ihre kulturelle sowie kirchliche Rolle. Die Kartause war ein Zentrum der geistlichen Literatur und Bildung, wobei Bücher und Schriften wie das „Gütersteiner Gesprächsbüchlein“ sowie das Alphabetum divini amoris entstanden. Zudem war sie ein bedeutender Ort für die Ausbildung und die Pflege der kirchlichen Reformen. Die Mönche der Kartause standen in engem Kontakt mit der Landespolitik und beeinflussten die Pfarrerbesetzungen der Umgebung. Von der ursprünglichen Klosteranlage ist kaum etwas erhalten. Die Marienkirche, Grabkapelle und Pilgerkapelle wurden im Zuge der Reformation abgetragen. Einige Grabmäler und ein steinernes Kopffragment sind in Museen und Sammlungen zu finden. Der Standort war aufgrund der Wasserfälle und des Kalktuffs attraktiv, wodurch später Wasserhebewerke und Gestütshöfe entstanden.

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Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Bad Urach

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