Burgstall Karlsburg

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Burgstall Karlsburg

archäologische Stätte in Deutschland

Der Burgstall Karlsburg, auch Karlsberg genannt, ist eine abgegangene Höhenburg auf 633 m ü. NHN im Landkreis Starnberg. Sie liegt etwa 750 Meter nordwestlich der Filialkirche St. Alto von Leutstetten und wurde im Hochmittelalter zu einer der größten Burganlagen der Region ausgebaut. Die Anlage ist als Bodendenkmal im Bayernatlas registriert und umfasst sowohl eine Siedlung vorgeschichtlicher Zeit als auch eine Burg aus dem hohen Mittelalter. Die Burg wurde erstmals urkundlich 1114/23 erwähnt und war im 12. Jahrhundert ein wichtiger Sitz der Pfalzgrafen von Bayern. Sie lag zwischen zwei Forstgebieten und diente als Verwaltungszentrale. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg während eines Krieges zerstört und später als Jagdhaus genutzt. Die Steinmaterialien wurden für den Neubau des Schlosses Leutstetten wiederverwendet. 1837 führte der Architekt Kreuter archäologische Untersuchungen durch, und das Areal ist heute dicht bewaldet. Der Burgstall ist auf einem Moränenzug über dem Würmtal angelegt und wird durch Hanggräben und Erdwälle gesichert. Die Kernburg hat eine Ringmauer mit sieben Türmen, und im Norden sind Fundamentspuren aus Roll- und Bruchsteinen erkennbar. Zwei Vorwerke flankieren die Hauptburg, wobei die äußere Vorburg besser erhalten ist. Die Gräben sind teilweise über zehn Meter tief und deuten auf eine frühmittelalterliche Entstehung hin. Die Anlage steht am Übergang vom früh- zum hochmittelalterlichen Burgenbau.

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Art
Burg, Archäologische Stätte, Burgstall, Siedlung, Bodendenkmal, Siedlung vorgeschichtlicher Zeitstellung
Ort
Starnberg
Denkmalstatus
Bodendenkmal in Bayern
Sources:Burgstall Karlsburg (CC0-1.0)

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