Teatro Romano de Mérida
Das römische Theater von Mérida ist ein historisches Theater, das von der Antiken Römischen Kaiserzeit in der römischen Kolonie Augusta Emerita, heute Mérida in Spanien, errichtet wurde. Es wurde vom Konsul Marcus Vipsanius Agrippa initiiert und im Jahr 16–15 v. Chr. eröffnet. Das Theater ist ein Teil des archäologischen Ensembles von Mérida und seit 1993 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesen. Es liegt im Südosten der Stadt, nahe den Mauern, und nutzt die natürliche Hanglage des Cerro de San Albín. Das Theater war ursprünglich für etwa 6000 Zuschauer konzipiert und wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. umgebaut, wobei der heutige Bühnenfront errichtet wurde. Im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde es aufgrund der christlichen Verboten der Theateraufführungen aufgegeben und später teilweise zerstört. Erst ab 1910 begannen archäologische Ausgrabungen, und ab 1962 begann die Wiederherstellung unter der Leitung von José Menéndez-Pidal. Seit 1933 dient es als Veranstaltungsort des Internationalen Festivals für klassisches Theater. Auf dem Gelände des Theaters befinden sich die drei Sektionen der Sitzreihen, die sich in verschiedene Klassen unterteilen, sowie die Orchestra, ein halbrunder Bereich für den Chor. Der Bühnenbereich, die Scaena, ist mit einer monumentalen Fassade aus Marmor und korinthischen Säulen ausgestattet. Die Ausgrabungen haben zahlreiche Steine und Elemente der ursprünglichen Architektur freigelegt, die heute noch sichtbar sind. Die Theaterarchitektur folgt dem römischen Standard, wie er in Vitruvs Werk beschrieben ist.
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