📷 Image: Wikimedia Commons
Burgstall Arnstein
archäologische Stätte in Deutschland
Der Burgstall Arnstein ist ein mittelalterlicher Felsenburgrest auf einer 465 m ü. NN hohen Felsgruppe am nordwestlichen Ortsrand von Arnstein. Er liegt im Landkreis Lichtenfels in Oberfranken, Bayern. Die Burg war Stammsitz der Edelfreien von Arnstein und wurde um 1100 erbaut. Sie war Teil eines ausgedehnten Hochgerichts-Sprengels, der sich von Weismain bis zum Itzgrund erstreckte. Die Burg war bis 1244 in Besitz der Arnsteiner, bis sie an die Andechs-Meranier und später an die Grafen von Truhendingen überging. 1394 musste sie an das Hochstift Bamberg verkauft werden. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg 1525 wurde sie nicht wieder aufgebaut. Im 19. Jahrhundert wurden Zeichnungen der Ruine angefertigt, und im 20. Jahrhundert wurden Teile der Burg für den Bau der Reichsautobahn und des Reichsparteitagsgeländes abgetragen. Heute besteht der Burgstall aus niedrigen Felspartien und verbliebenen Mauerresten. Eine bogenförmige Mulde könnte ein Überrest eines Halsgrabens sein. Um 1950 fanden Burgenforscher Gefäßscherben und Ziegeltrümmer an der Stelle der ehemaligen Burg. Die Ruine ist Teil der Landschaft und bietet Ausblicke auf die umliegenden Täler und Höhen.
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- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Ort
- Weismain
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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