Gutsbezirk Reinhardswald
gemeindefreies Gebiet im Landkreis Kassel
Der Gutsbezirk Reinhardswald ist ein gemeindefreies Gebiet im Landkreis Kassel. Er umfasst 184,16 km², wobei fast die gesamte Fläche des Reinhardswaldes, rund 200 km² groß, darin enthalten ist. Der Bezirk ist der größte der drei verbliebenen hessischen Gutsbezirke und liegt im nordhessischen Raum. Er wurde 1929 aus mehreren aufgelösten Forstgutsbezirken gebildet und wird vom Reinhardshagener Forstamtsleiter verwaltet. Der Gutsbezirk ist unbewohnt, wobei zwei Personen seit 2020 in der Nähe der Altstadt Hann. Mündens leben. Sie sind beim Forstamt in Reinhardshagen gemeldet und nutzen das Finanzamt in Hofgeismar sowie die Ordnungsbehörde in Kassel. Der Bezirk wird in sieben Gemarkungen und mit 38 Flurnamen sowie neun Wüstungen gegliedert. Zuvor lebten zwischen 1950 und 1967 bis zu 65 Einwohner dort. In der Region gibt es keine Postleitzahl, weshalb die Bewohner ein Postfach in Hann. Münden nutzen. Der Gutsbezirk wird von der Landesgrenze zu Niedersachsen begrenzt und ist Teil des historischen Forstgutsystems Hesses. Die Verwaltung erfolgt durch den Forstamtsleiter, der als Bürgermeister fungiert. Die beiden Einwohner betreiben eine Gaststätte und einen Aussichtsturm, die bis 2020 existierten.
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- Art
- Gemarkung, gemeindefreies Gebiet in Deutschland
- Ort
- Landkreis Kassel
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