Dornröschenschloss Sababurg
Die Sababurg steht auf einer Basaltkuppe in rund 315 Metern Höhe mitten im Reinhardswald bei Hofgeismar. Bekannt ist sie als Dornröschenschloss: Nach dem Dreißigjährigen Krieg verwahrloste die Anlage und wuchs zu, und diese überwucherte Ruine gilt als Vorbild des Märchens, das die Brüder Grimm 1812 veröffentlichten. Begonnen wurde der Bau 1334 als Zappenburg, angelegt vom Erzbistum Mainz zum Schutz der Pilger; 1462 fiel sie nach der Mainzer Stiftsfehde vollständig an Hessen. Ab 1490 ließ Landgraf Wilhelm I. sie zum Jagdschloss umbauen, der Palas wurde 1519 unter seinem Enkel Philipp I. fertiggestellt, das Kanzleigebäude kam 1582 hinzu. 1628 richteten Truppen unter Tilly schwere Schäden an, 1760 folgte die französische Besetzung, und zwischen 1824 und 1826 wurden drei Flügel abgebrochen. Übrig blieb die romantische Ruine, die den Ruf des Ortes bis heute trägt. Ab 1957 wurde wieder aufgebaut, von 1960 bis 2018 beherbergte die Burg ein Hotel. Seither wird saniert, die Arbeiten kamen 2024 aus wirtschaftlichen und geologischen Gründen zum Stillstand; im Innenhof spielt das SabaBurgTheater. Direkt in der Nähe liegen der 1571 gegründete Tierpark Sababurg und der Urwald Sababurg, ein 1907 unter Schutz gestelltes Naturschutzgebiet mit uralten Hutebuchen und Eichen.
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