Grottes de Sare
Die Grottes de Sare liegen im französischen Baskenland in der Gemeinde Sare (Pyrénées-Atlantiques), unweit der spanischen Grenze in den Vorbergen der Pyrenäen. Der Eingang öffnet sich auf rund 220 Metern Höhe in einem Hang aus Sandstein und Kalkstein und führt als weite Öffnung in ein Netz von Hallen und Gängen. Die Höhlen tragen baskische Namen, der Hauptteil heißt Lezea. Menschen nutzten den Ort seit mindestens 45.000 Jahren: Schaber und Abschläge aus dem Moustérien belegen die früheste Anwesenheit, später kommen Werkzeuge aus dem Gravettien vor etwa 25.000 Jahren und aus dem Magdalénien vor rund 13.000 Jahren hinzu. Die Bewohner jagten Hirsch und Steinbock, kochten an ebenerdigen Feuerstellen und ergänzten ihre Nahrung mit Wildpflanzen und Beeren. Aus Jungsteinzeit und Bronzezeit stammen zahlreiche Keramikscherben und Knochen von Haustieren, die Lezea als Unterkunft von Bauern und Hirten ausweisen. Zuvor überwinterten hier Höhlenbären; heute leben dreizehn Fledermausarten in den Gängen, die seit 1999 unter Schutz stehen. Der Besuch führt über einen ausgebauten und beleuchteten Rundweg durch die Hallen, begleitet von einer Führung zur Erd- und Menschheitsgeschichte des Ortes. Zum Gelände gehören außerdem ein Museum, das dem baskischen Anthropologen José Miguel de Barandiarán gewidmet ist, und ein frei zugänglicher Park mit Nachbauten megalithischer Anlagen. Geöffnet ist das ganze Jahr über mit saisonal wechselnden Zeiten; eine Anmeldung im Voraus ist ratsam.
Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text.
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