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GEO600
Gravitationswellendetektor in Ruthe bei Hannover
GEO600 ist ein Gravitationswellendetektor mit 600 Meter langen Schenkeln in Ruthe bei Hannover. Er basiert auf einem Michelson-Interferometer und wurde 2006 in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil der internationalen Einrichtung LIGO und wird von mehreren Institutionen gemeinsam betrieben. Sie wurde ursprünglich als regionales Projekt der Expo 2000 in Hannover realisiert und war bis 2026 in Betrieb, da die Finanzierung an den Leiter Karsten Danzmann gebunden war, der in diesem Jahr in den Ruhestand ging. GEO600 misst Längenunterschiede im Nanometerbereich, um Gravitationswellen zu erkennen. Die Anlage besteht aus neun Containergebäuden und zwei 600 Meter langen Gräben im Winkel von 93 Grad. Sie verwendet ein Laser-System mit Vakuumröhren, hochreflektierende Spiegel und aktive Schwingungsdämpfer, um Störungen zu minimieren. Die Lichtstrahlen werden über einen Strahlteiler auf einer Fotodiode detektiert. Die Anlage war maßgeblich an der Entwicklung der Technik beteiligt, die 2015 zur Entdeckung von Gravitationswellen führte, obwohl sie selbst keine Signale registrierte. Die Anlage bietet einen Blick auf die technischen Details wie Vakuumdruck, Laserleistung und Frequenzbereich. Die Messungen erfolgen in einem Umfeld mit extrem hoher Präzision, um winzige Veränderungen der Raumzeit zu erfassen. Die Daten werden im Kontrollraum verarbeitet und mit Systemen wie Einstein@home analysiert. Die Anlage ist Teil eines internationalen Netzwerks und dient sowohl der Grundlagenforschung als auch als Rückfallebene im LIGO-System.
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- Art
- Michelson-Interferometer, Gravitationswellendetektor
- Ort
- Sarstedt
- Erbaut
- 1995
- Website
- https://www.geo600.org/
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