Museu Cau Ferrat
Das Cau Ferrat in Sitges ist ein biografisches Museum im früheren Wohn- und Atelierhaus des Malers und Schriftstellers Santiago Rusiñol, einer der prägenden Gestalten des katalanischen Modernisme. Es steht im Altstadtkern der Ortschaft, direkt neben dem Strand von Sant Sebastià, und ist als Kulturgut von nationalem Interesse geschützt. Rusiñol kaufte 1893 ein Fischerhaus im alten Viertel Sant Joan, im Jahr darauf das Nachbarhaus Can Sense aus dem 14. Jahrhundert. Beide liess er abbrechen und von Francesc Rogent an ihrer Stelle sein Atelierhaus errichten. Der Name verbindet «Cau», also Nest – das Haus sollte ein Rückzugsort für Freunde der Poesie werden –, mit «Ferrat» nach seiner Sammlung geschmiedeter Eisenarbeiten. Am 11. September 1893 wurde es im kleinen Kreis eingeweiht, die offizielle Eröffnung folgte am 25. Juli 1894. Museum ist das Haus seit 1933; seit 2009 ist es eine Aussenstelle des Museu Nacional d'Art de Catalunya und nach Umbauten seit Dezember 2014 wieder geöffnet. Beim Bau wurden Reste der zerstörten alten Burg von Sitges verwendet: eine Mauerfläche und die Fenster prägen bis heute die Fassade. Volkstümliche Bauformen wie das Steinportal mit Keilsteinbogen stehen neben neugotischen Elementen. Im Inneren sind Gemälde, Skulpturen, Schmiedeeisen und weitere Stücke aus Rusiñols Vermächtnis an die Gemeinde zu sehen, darunter zwei Bilder von El Greco, die er im Frühjahr 1894 in Paris erwarb und zur dritten Modernistenfeier nach Sitges brachte. In diesen Räumen verkehrten die wichtigsten Maler, Musiker, Dichter und Schriftsteller des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
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