Norddeutschland

Totengrund

Der Totengrund ist ein rund 30 Hektar großer Talkessel im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, etwa einen Kilometer südöstlich von Wilsede. Der von Heide und alten Wacholderbüschen bestandene Kessel gilt als eines der eindrucksvollsten Heidebilder der Region, weil sich die Landschaft von den umlaufenden Höhen aus als geschlossene Mulde überblicken lässt. Das Tal hat eine frühe Schutzgeschichte. 1906 bewahrte Pastor Wilhelm Bode es vor der Bebauung, indem er den geplanten Verkauf an Hamburger Investoren verhinderte. 1921 wurde der Totengrund offiziell unter Schutz gestellt und gehört damit zu den ersten Naturschutzgebieten Deutschlands. Die Heideblüte im Spätsommer färbt den Kessel violett und ist die bekannteste Zeit für einen Besuch; viele halten den Ort bei Nebel oder im Winter für den lohnenderen Anblick, wenn sich die Konturen verlieren. Der Totengrund liegt in der autofreien Zone des Naturschutzgebiets. Besucher stellen ihr Fahrzeug auf den Parkplätzen am Rand ab und kommen zu Fuß, mit dem Rad oder per Pferdekutsche; je nach Ausgangspunkt dauert der Weg etwa 50 bis 100 Minuten. Mehrere Pfade führen um den Rand des Kessels herum. Gaststätten und Toiletten gibt es erst wieder in Wilsede.

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