County of Blankenburg
Die Grafschaft Blankenburg war ein weltliches Territorium des Heiligen Römischen Reiches im heutigen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Sie entstand im 12. Jahrhundert und wurde 1123 erstmals als Burg bezeugt. 1128 wurde Poppo I. von Blankenburg als Graf über den östlichen Harzgau erwähnt. Die Burg Regenstein, vier Kilometer nördlich, wurde 1167 erstmals genannt. Das Gebiet war bis ins 15. Jahrhundert zwischen verschiedenen Linien und Lehnsverhältnissen aufgeteilt. Die Grafschaft war bis 1599 lehnsmäßig an das Hochstift Halberstadt gebunden und wurde 1629 als kaiserliches Pfand an Max von Waldstein vergeben. 1631 erhielt Friedrich Ulrich die Grafschaft zurück und vererbte sie 1634. 1690 wurde das Fürstentum Blankenburg als Apanage an Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel verliehen und 1707 zum Fürstentum erhoben. Die Residenz wurde bis 1731 in barocke Form umgebaut. Das Gebiet umfasste bis 1945 einen eigenen Verwaltungsbezirk und kam nach dem Zweiten Weltkrieg größtenteils an Sachsen-Anhalt. Es grenzte im Norden an die Grafschaft Wernigerode und das Hochstift Halberstadt, im Südosten an die anhaltischen Fürstentümer, im Süden an die Grafschaft Hohnstein und im Westen an das Stift Walkenried. Die historischen Verbindungen zu verschiedenen Adelsfamilien und Lehnsverhältnissen prägten das Territorium bis in die moderne Zeit.
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