Ostdeutschland

Barocke Schlossgärten Blankenburg

Die Barocken Schlossgärten in Blankenburg am nördlichen Harzrand bilden eine zusammenhängende Gartenlandschaft am Hang unterhalb der Stadt. Sie gehören zum Kleinen Schloss und entstanden zur Zeit des Herzogs Ludwig Rudolf zu Braunschweig-Wolfenbüttel (1671–1735), also in der Epoche, in der höfische Repräsentation vor allem über die Gestaltung des Geländes lief. Die Anlage besteht aus mehreren Teilen mit ganz unterschiedlichem Charakter: dem eigentlichen Barockgarten, dem nahe gelegenen Berggarten, einem später angelegten Fasanengarten und einem landschaftlich gestalteten Schlosspark; die alte Stadtmauer läuft mit hindurch. Bemerkenswert ist, wie der Gartenarchitekt die Hanglage ausgenutzt hat. Statt einer einzigen großen Achse gibt es versteckte Lauben, Skulpturen und Wasserspiele, die den begrenzten Raum größer wirken lassen, als er ist — ein Kunstgriff, der flachen Barockgärten nicht zur Verfügung steht. Ein Rundgang durch alle Teile dauert ein bis zwei Stunden und führt durchgehend bergauf und bergab, festes Schuhwerk ist sinnvoll. Am schönsten sind die Gärten zwischen Frühjahr und Herbst, wenn Rabatten und Wasserspiele in Betrieb sind. Der Zugang liegt am Schnappelberg, oberhalb der Blankenburger Altstadt; ein Besuch lässt sich gut mit dem Großen Schloss und der Stadt verbinden.

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