📷 Image: Wikimedia Commons
Deserteurdenkmal
Denkmal in Hamburg-Neustadt
Das Deserteurdenkmal in Hamburg-Mitte steht am Dammtordamm und liegt in der Nähe von zwei anderen Kriegsdenkmälern. Es wurde als „Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“ errichtet und ehrt 227 namentlich bekannte Opfer der Wehrmachtsjustiz im Zweiten Weltkrieg. Die Schaffung wurde 2012 von der Hamburger Bürgerschaft und 2013 mit rund 850.000 € vom Senat finanziert. Die Gestaltung wurde durch einen Wettbewerb bestimmt, bei dem der Bildhauer Volker Lang den ersten Preis gewann. Das Denkmal wurde im November 2015 eingeweiht und steht zwischen dem Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Hamburgischen Infanterie-Regiments Nr. 76 und dem unvollendeten Gegendenkmal von Alfred Hrdlicka. Es besteht aus einem dreieckigen, filigranen Gehäuse mit bronzenen Gittern aus Schriften und einer geschlossenen Betonwand. Im Inneren sind historische Informationen sowie akustische Daten zu den Deserteuren auf Betonwänden angebracht. Unter dem Denkmal verläuft ein U-Bahn-Tunnel. Die Deserteure wurden aus verschiedenen Gründen zur Flucht aus der Wehrmacht veranlasst, darunter das Vermeiden von Unrechtstaten im Nationalsozialismus. Viele wurden ohne Kennzeichnung auf dem Soldatenfriedhof beigesetzt. Das Denkmal soll die Opfer, ihre Hinterbliebenen und überlebenden Deserteure rehabilitieren und ihre Zivilcourage würdigen. Es verbindet die Themen Krieg, Justiz und Gedenken in der Stadtgeschichte Hamburgs.
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- Art
- Monument
- Ort
- Hamburg-Mitte
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