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Hamburg Temple
1817 gegründete Tempelgemeinde
Der Israelitische Tempel in Hamburg war die Synagoge des 1817 gegründeten Neuen Israelitischen Tempel-Vereins. Er gilt als eine der ersten Reformsynagogen der Welt und war von 1818 bis 1938 in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs angesiedelt. Die Synagoge war bekannt für ihre deutsche Predigt, die Verwendung deutscher Gebete und die musikalische Gestaltung mit Orgel und gemischtem Chor. Sie war außen und innen von der traditionellen Synagogenarchitektur abweichend gestaltet. Der Tempel war ein Zentrum der Reformbewegung im Judentum und hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Reformjudentums in Deutschland und im Ausland. Die Reformen umfassten die Einführung deutscher Gebete, die Veränderung der Liturgie sowie die Neugestaltung der Synagoge als Tempel. Die Predigten wurden in deutscher Sprache gehalten, und die Reformen lösten heftige Diskussionen innerhalb der jüdischen Gemeinden aus. Der Tempel war auch ein Symbol für die Identifikation mit dem deutschen Vaterland und die Abkehr von der Sehnsucht nach Jerusalem. In der Poolstraße wurde ab 1844 ein neuer Tempel errichtet, der bis 1938 als Zentrum der Reformgemeinde diente. Der Tempel war ein Ort für religiöse Andachten, Bildung und kulturelle Aktivitäten. Die Synagoge war Teil der Hamburger Neustadt und stand in der Nähe von anderen jüdischen Gemeindesitzen. Die Stadt Hamburg hat den ehemaligen Tempel als Ruine erhalten und plant, ihn der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
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- Art
- Glaubensgemeinschaft
- Ort
- Hamburg
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