Norditalien

Isola Bella

Die Isola Bella liegt rund 400 Meter vor Stresa im Borromäischen Golf des Lago Maggiore und gehört zur Inselgruppe der Borromäischen Inseln. Sie misst 320 mal 180 Meter und bedeckt 6,4 Hektar – fast vollständig eingenommen von Palast und Garten. Die Inseln sind seit dem 12. Jahrhundert im Besitz der Familie Borromeo. Den Umbau des kargen Felsens begann 1632 Carlo III. Borromeo, der die Insel nach seiner Frau Isabella d'Adda benannte; verantwortlich war der Mailänder Baumeister Angelo Crivelli. Die Pest unterbrach die Arbeiten, 1671 wurden die Gärten unter Carlo IV. eingeweiht. Die Anlage war als Schiff gedacht: der Palast als Bug, die aufsteigenden Gartenterrassen als Heck. In den Sälen hängen Werke von Luca Giordano und Salvator Rosa sowie sechs flämische Wandteppiche des 16. Jahrhunderts aus Seide und Gold mit dem Einhorn der Familie. Der Weg führt durch die Prunkräume des Piano nobile und hinab in die Muschelgrotten im Untergeschoss, deren Wände mit Steinen, Muscheln und Kieseln verkleidet sind. Darüber steigen die Terrassen mit Balustraden, mythologischen Statuen und exotischen Pflanzen an; zwischen ihnen laufen weiße Pfauen. Im April 1935 tagte hier die Konferenz von Stresa. Erreichbar ist die Insel mit dem Boot von Stresa und den Nachbarorten.

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