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Marcomagus

archäologische Stätte in Deutschland

Marcomagus war ein römerzeitlicher Siedlungsbezirk an der Römerstraße Trier–Köln. Er wird im Itinerarium Antonini als „Marcomago Vicus“ und auf der Tabula Peutingeriana als „Marcomagus“ erwähnt. Der Ort wird heute in Nettersheim und Marmagen vermutet, wobei die genaue Lage bis heute Gegenstand der Forschung ist. Die römische Eifelwasserleitung, der Römerkanal, beginnt in der Nähe von Marcomagus und führte Wasser in das römische Köln. Der Vicus Marcomagus war ein bedeutender Siedlungsbezirk mit Tempelanlagen, Werkstätten und einem dichten Straßennetz. Die hohe Funddichte belegt eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit. Die Ausgrabungen im Bereich des Vicus, insbesondere am „Steinrütsch“ und in der „Görresburg“, haben die Struktur und Funktion des Siedlungsbezirks ermittelt. Der Vicus bestand bis Anfang des 5. Jahrhunderts und war ein zentraler Punkt der Römerstraße. In der „Görresburg“ wurde ein Tempelbezirk mit dem Matronenheiligtum der Aufaniae entdeckt. Hier wurden archäologische Untersuchungen durchgeführt, die die Verehrung der Matronae belegen. Im Bereich „Auf der Alten Gasse“ befanden sich Streifenhäuser entlang der römischen Fernstraße. Der „Steinrütsch“ war das Siedlungszentrum und enthielt ein großes Hofgebäude, möglicherweise die Station der Straßensoldaten. Im Vicus wurde intensiv Eisen produziert, wie durch Funde von Metallschlacken und Schmelzöfen nachgewiesen.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Nettersheim

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