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Cyriakusstift (Worms)
ehemaliges Kollegiatstift in Worms
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Das Cyriakusstift war ein religiöses Zentrum nördlich von Worms, im heutigen Ortsbereich von Worms-Neuhausen. Es entstand im 9. Jahrhundert und wurde durch die Reliquien des hl. Cyriakus bekannt. Die Kirche und das Stift standen im Zentrum einer Siedlung, die sich um das religiöse Zentrum entwickelte. Die historischen Aufzeichnungen zeigen, dass das Gebiet bereits in römischer Zeit besiedelt war und später ein fränkischer Königshof war. Das Stift war ein bedeutendes Wallfahrtszentrum und erhielt reiche Schenkungen von Königen und Bischöfen. Kaiser Heinrich V. ließ 1111 eine Burg bauen, die 1124 zerstört wurde. Das Stift wurde mehrfach angegriffen, etwa 1460, als es von thüringischen Truppen zerstört wurde. Die Reliquien wurden später in den Wormser Dom verbracht. Kaiser Friedrich III. besuchte das Stift 1488, und Maximilian I. sowie seine Frau Maria Blanka pilgerten ebenfalls hier. Im Ort Neuhausen gab es ein umfangreiches Gebäudekomplex mit Kapitelhaus, Kreuzgang und Bibliothek. Die St. Cyriakuskirche war der Mittelpunkt, und das Stift besaß Streubesitze im Wormsgau und im alten Bistum Worms. Die Kirchen in Frankenthal-Eppstein und Ludwigshafen-Ruchheim tragen bis heute das Patrozinium St. Cyriakus. Die Ruinen des Stifts wurden im 18. Jahrhundert durch die französische Revolutionsarmee zerstört und nicht wieder aufgebaut.
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- Art
- Kloster, Kirchengebäude, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Worms
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