Ardales liegt eingebettet in die Berglandschaft der Sierra de las Nieves, einem Abschnitt der Betischen Kordillere. Mehrere Bäche entspringen hier und fließen über den nahen Río Turón dem Guadalhorce zu. Der Ort gehört zu den malerischen „Weißen Dörfern“ und befindet sich etwa 52 Kilometer nordwestlich von Málaga in einer Höhe zwischen 385 und 425 Metern.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, wie Feuersteinwerkzeuge und prähistorische Felsmalereien belegen. In römischer Zeit trug der Ort den Namen Turobriga und beherbergte eine Festung. Später prägten die Mauren das Gebiet, bis sie im 15. Jahrhundert von christlichen Herrschern verdrängt wurden. Lange Zeit war Ardales ein landwirtschaftlich geprägter Ort, in dem Wein, Oliven und Getreide angebaut sowie Viehzucht betrieben wurde.
Heute zieht der Ort mit historischen Bauwerken wie der Burgruine Castillo de la Peña und der Kirche Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios Besucher an. In der Umgebung finden sich weitere Zeugnisse der Vergangenheit, darunter die Höhle von Ardales mit ihren uralten Malereien und die Ruinen der maurischen Festung Bobastro. Naturfreunde schätzen die Nähe zum Caminito del Rey und dem Naturpark Desfiladero de los Gaitanes.