📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Höchstädt
ehemalige Adelsresidenz in Deutschland
Das Schloss Höchstädt in Höchstädt an der Donau ist ein Renaissanceschloss aus dem späten 16. Jahrhundert. Es wurde zwischen 1589 und 1603 errichtet und zählt zu den bedeutendsten Bauten der deutschen Spätrenaissance. Das dreigeschossige Gebäude besitzt einen rechteckigen Grundriss und umfasst über 120 Räume, Zwerchgiebeln, Treppentürmchen und vier runden Ecktürme. Der gotische Bergfried eines Vorgängerbaus wurde beibehalten und verändert die Symmetrie des Gebäudes. Das Schloss war bis 1632 Witwensitz der Pfalzgräfin Anna von Jülich-Kleve-Berg. In der Zeit des Nationalsozialismus diente es dem Reichsarbeitsdienst und wurde 1944 von der ERR-Gruppe mit über 550.000 Kulturgütern beladen. Die Objekte wurden 1946 an die Sowjetunion restituiert. Seit den 1980er Jahren wird das Schloss restauriert, und seit 2004 ist fast der gesamte Komplex begehbar. Die Schlafgemächer der Herzogin sind bis 2007 noch unvollständig restauriert. Heute beherbergt das Schloss Ausstellungsräume, den Rittersaal, die Schlosskapelle als Konzertsaal sowie Seminar- und Konferenzräume. Der Schlosskeller wird für Hochzeiten und Feiern genutzt. Eine Dauerausstellung erinnert an die Zweite Schlacht bei Höchstädt von 1704. 2010 wurde ein Museum für Deutscher Fayencen eröffnet, das die Geschichte und Fertigung dieser Keramikgattung sowie Produkte aus 58 Manufakturen zeigt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss, königlicher Palast, Archäologische Stätte
- Ort
- Höchstädt an der Donau
- Adresse
- Herzogin-Anna-Straße 52, 89420 Höchstädt
- Baustil
- Architektur der Renaissance
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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