📷 Bild: Wikimedia Commons
Nikolaikapelle
Kirchenruine in Hannover
Die Nikolaikapelle in Hannover ist eine Ruine aus dem 13. Jahrhundert und gilt als ältestes erhaltenes Bauwerk der Stadt. Ursprünglich außerhalb der alten Stadtmauern errichtet, lag sie nördlich des Steintores und am südlichen Beginn des Alten St.-Nikolai-Friedhofs. Sie diente als Leprosenkapelle und war Teil des Nikolai-Stifts, um Ansteckungen in der Stadt zu vermeiden. Die Kapelle wurde 1943 stark beschädigt und 1953 teilweise abgerissen, um Platz für eine Straße zu schaffen. Die Kapelle war bis 1864 als Gotteshaus der neuen Nordstadt genutzt worden, bis die Gemeinde in die Christuskirche umzog. 1869 vermietete die Stadt die Kapelle an die englische Gemeinde, die sie bis 1914 nutzte. Danach wurden verschiedene freikirchliche Gemeinden an die Kapelle angemietet. Die Ruine ist heute ein Baudenkmal und Teil des St. Nikolai-Friedhofs, wo zahlreiche Grabmäler aus dem Mittelalter erhalten sind. Die Goseriede führt vorbei an den Mauerresten und verbindet die Kapelle mit dem Klagesmarkt. Die Ruinen der Nikolaikapelle umfassen den gotischen Chorraum aus dem Jahr 1325 und die Außenmauern, die nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten blieben. Um die Kapelle herum liegen Grabsteine aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die sämtlich denkmalgeschützt sind. Die Goseriede verläuft direkt an den Mauerresten vorbei und führt zum Klagesmarkt. In der Nähe befindet sich ein Verkehrskreisel, der 2012 und 2013 zurückgebaut wurde. Die Städtebaulichen Veränderungen im Rahmen von Hannover City 2020+ führten zu Erdarbeiten, die den historischen Friedhof beeinträchtigten, wodurch menschliche Gebeine freigelegt wurden. Diese wurden in einer religiösen Zeremonie wieder beigesetzt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kapelle, Ruine
- Ort
- Mitte
- Adresse
- Goseriede
- Erbaut
- 1325
- Baustil
- Gotische Architektur
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Niedersachsen
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