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Römisches Freilichtmuseum Hechingen-Stein

Museum in Deutschland

Das Römische Freilichtmuseum Hechingen-Stein liegt auf einem Waldgrundstück oberhalb des Dorfes Stein, einem Stadtteil von Hechingen im Zollernalbkreis. Die Fundstätte wurde 1972 entdeckt und zwischen 1978 und 1981 ausgegraben. Es handelt sich um Reste einer römischen Villa rustica mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie einer Mauer. Die Anlage wurde wahrscheinlich im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut und bis ins 2. Jahrhundert erweitert. Im 3. Jahrhundert wurde sie durch die Alamannen besetzt. Die Grabungen deckten zahlreiche Geräte, Kultgegenstände und Schmuckstücke auf. Die Anlage umfasst ein Hauptgebäude, eine Umfassungsmauer, einen Tempelbezirk mit zehn Kapellen, eine Mühle, einen Speicher und eine Schmiede. Das Hauptgebäude war ursprünglich 32 Meter lang und 23 Meter breit, wurde später erweitert. Die Mauer schützte eine Fläche von etwa fünf Hektar. Der Tempelbezirk wurde 1992–1995 ausgegraben und 2021 rekonstruiert. Die Mühle und der Speicher wurden 1995–1999 entdeckt, die Schmiede ab 2000. Ein weiteres Wohnhaus und ein Nordwestturm wurden 2002–2004 ausgegraben. Das Museum zeigt die Funde wie Mauerfragmente und die originalen römischen Fußbodenheizungen. Rekonstruktionen ermöglichen Einblick in das Leben der Römer: Ein Triclinium, eine Schlafstätte, eine Mahl- und Backstube sowie ein Gerätehaus mit Landwirtschaftsgeräten. Die Latrine wurde wiederhergestellt, und die Götterwelt der Römer wird anhand von Funden dargestellt. Im August findet alle zwei Jahre ein Römerfest statt, das als das größte nördlich der Alpen gilt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Museum
Ort
Hechingen

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