📷 Bild: Wikimedia Commons
Reitlingsbefestigungen
Burg in Niedersachsen, Deutschland
Die Reitlingsbefestigungen liegen im niedersächsischen Höhenzug Elm, etwa 20 km südöstlich von Braunschweig. Sie umfassen Ringwälle und Wallanlagen auf Bergkuppen sowie im Reitlingstal. Die Anlagen entstanden in mehreren Phasen, von der frühgeschichtlichen Zeit bis ins frühe Mittelalter. Sie dienten als Verteidigungsanlagen, wobei die Krimmelburg und die Brunkelburg als zentrale Befestigungen gelten. Die Krimmelburg hat eine Fläche von 2,5 ha, die Brunkelburg etwa 4 ha. Beide sind durch Wälle und Gräben geschützt. Die Befestigungen sind besonders für ihre Vielfalt und die mehrere Jahrhunderte dauernde Nutzung interessant. Die Krimmelburg wurde in drei Bauphasen errichtet, wobei die letzte Nutzung im 13. Jahrhundert endete. Die Brunkelburg wurde in drei Phasen aufgebaut, wobei die älteste auf die vorrömische Eisenzeit datiert wird. In der Krimmelburg fanden sich Funde, die auf eine Wachstation des Deutschen Ritterordens hinweisen. Die Anlagen boten der Bevölkerung Schutz und ermöglichten die Unterbringung von Viehherden. Die Anlagen sind heute größtenteils unbeschildert und nur teilweise erhalten. Die Krimmelburg und die Brunkelburg liegen auf hohen Geländespornen und sind durch Wälle und Gräben geschützt. Die Brunkelburg hat ein doppeltes Wall-Graben-System, während die Krimmelburg eine quadratische Anlage im Inneren aufwies. Die Wendehai-Wälle dienten vermutlich als Annäherungshindernisse. Die Befestigungen sind Teil eines umfassenden Systems, das über fast 1.500 Jahre hinweg genutzt wurde.
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- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Ort
- Niedersachsen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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