📷 Bild: Wikimedia Commons
Deutschordenskommende Mülheim (Landkreis Soest)
ehemalige Kommende des Deutschen Ordens in Warstein-Sichtigvor
Die Deutschordenskommende Mülheim in Sichtigvor, heute Stadt Warstein, wurde 1266/68 gegründet und bestand bis 1809. Sie war ein Zentrum des Deutschen Ordens und wurde nach der Säkularisation an Hessen-Darmstadt und später an Preußen vergeben. Die Kommende war ein wichtiger Standort für den Orden und hatte eine bedeutende Rolle in der Region. Die Kommende war bis ins 18. Jahrhundert ein zentraler Ort für den Orden. Sie besaß umfangreiche Besitzungen, darunter 500 Morgen Ackerland und Wald. Im 17. Jahrhundert erlebte die Kommende eine Blütezeit mit zahlreichen Bauten. Das Komturgebäude, die Kirche St. Margaretha und Nebengebäude wie ein Pfarrhaus und eine Rentei wurden errichtet. Die Anlage war ein repräsentativer Komplex mit gotisierendem Barockstil. In der Kommende wurden Ritter ausgebildet, die später in Livland kämpften. Die Kommende war auch ein Verwaltungs- und Gerichtssitz. Nach der Aufhebung des Ordens 1809 wurde sie von verschiedenen Institutionen genutzt, darunter ein Mädchenpensionat und ein Kinderheim. Heute ist das ehemalige Ordensschloss ein Teil einer Wohnanlage und wurde in der Verfilmung des Romans „Nebel im August“ genutzt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, In commendam, Schloss, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Warstein
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
In der Nähe
- Sichtigvor107 m
- Kettenschmiedemuseum Sichtigvor138 m
- Loermund649 m
- Mülheim802 m
- Waldhausen2.4 km
- Haus Dassel1.8 km
QR-Code