📷 Bild: Wikimedia Commons
Schwarzenbergscher Schwemmkanal
Holzschwemmkanal im Böhmerwald; mit Querung der Wasserscheide
Der Schwarzenbergsche Schwemmkanal ist eine über 50 Kilometer lange Holzschwemmanlage im Böhmerwald, die sich nordöstlich des Dreisesselberges erstreckt. Er verläuft von der Světlá an der bayerisch-tschechischen Grenze über die Europäische Hauptwasserscheide bis zur Großen Mühl. Der Kanal wird von 27 Bächen und dem Plöckensteiner See gespeist und umfasst drei künstliche Stauweiher. Die gesamte Anlage, einschließlich der Mühlschwemme, ist 80,2 Kilometer lang. Der Schwemmkanal wurde im 18. Jahrhundert errichtet und bis ins 20. Jahrhundert genutzt. Die erste Bauphase begann 1789 und endete 1791, als die ersten Scheiter geschwemmt wurden. Der Kanal wurde mehrfach verlängert und erhielt etwa 87 Brücken. Die Schwemmvorgänge fanden zwischen April und Juni statt, wenn die Große Mühl eisfrei war und der Mindestwasserstand von 40 Zentimetern erreicht wurde. Die Arbeit wurde von einem Schwemmdirektor koordiniert, der mit verschiedenen Kommissaren und Triftleuten unterstützt wurde. Der Kanal verläuft durch den böhmischen und österreichischen Teil des Böhmerwaldes und mündet in die Große Mühl. Er wird von 22 Bächen gespeist und umfasst zwei Hauptabschnitte: den Alten Kanal (39,9 Kilometer) und den Neuen Kanal (12 Kilometer). In der Hochblüte waren etwa 1000 Arbeiter beschäftigt, die Holz schlugen, transportierten und in den Kanal einwanden. Die Holzhackerkolonien in der Region trugen maßgeblich zum Betrieb bei.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Floßgraben
- Ort
- Jihočeský kraj
- Erbaut
- 2000
- Architekt
- Joseph Rosenauer
- Denkmalstatus
- Teil eines Nationales Kulturdenkmals in Tschechien
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