📷 Bild: Wikimedia Commons
Palais Wittgenstein
Stadtpalais
Das Palais Wittgenstein war ein Stadtpalais in der Argentinierstraße 16 im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden. Es wurde zwischen 1871 und 1873 im italienischen Neorenaissancestil errichtet und stand bis 1950 als Wohnsitz der Familie Wittgenstein. Der Bauherr war ursprünglich Franz Pranter, später übernahm Karl Wittgenstein, ein Stahlindustrieller. Das Palais war ein Zentrum kultureller Förderung, da Karl Wittgenstein nach seinem Rückzug aus der Industrie als Unterstützer der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte bekannt war. Während des Zweiten Weltkrieges nutzte das NS-Regime Räume des Palais für Behörden. Nach dem Krieg wurde es verkauft und abgerissen, um Platz für einen Wohnbau zu schaffen. Die Räume des Palais zeugten von seiner prächtigen Ausstattung, die den Krieg überstand. Die Familie Wittgenstein hatte mehrere Kinder, darunter der Philosoph Ludwig Wittgenstein und der Pianist Paul Wittgenstein. Die alleinige Hausherrin war Hermine Wittgenstein, die bis zu ihrem Tod 1950 die Familie leitete. Die Lage des Palais in Wieden, einem der ältesten Bezirke Wiens, unterstreicht seine historische Bedeutung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Stadtpalais
- Ort
- Wieden
- Adresse
- Alleegasse
- Erbaut
- 1873
- Baustil
- Neorenaissance
- Architekt
- Friedrich Schachner
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