SehenswürdigkeitSachsen und Thüringen

Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen

Markneukirchen liegt im sogenannten Musikwinkel des Vogtlands, einer Gegend, in der seit über 300 Jahren Musikinstrumente gebaut werden. Das Musikinstrumenten-Museum sammelt, was daraus entstanden ist, und stellt es in einen weltweiten Zusammenhang: rund 3.200 Instrumente, darunter über 250 Exponate von fernen Kontinenten. Gegründet wurde die Sammlung 1883 von Paul Apian-Bennewitz und seither fortlaufend erweitert — sie gehört damit zu den ältesten Instrumentensammlungen überhaupt. Gezeigt wird beides: die sachliche Entwicklung einzelner Instrumentengattungen, etwa die Techniken des vogtländischen Geigenbaus, und das Kuriose am Rand des Handwerks. Zu den bekanntesten Stücken zählen die weltgrößte Geige und die größte spielbare Tuba, letztere von 2010. Solche Objekte sind kein Beiwerk, sondern Zeugnisse eines Gewerbes, das seine Grenzen immer wieder ausgereizt hat. Der Rundgang ist nicht rein zum Anschauen gedacht: Einige Instrumente dürfen ausprobiert werden, und ein Weltmusik-Garten lädt dazu ein, Klänge selbst zu erzeugen. Für die Sammlung sollte man ein bis zwei Stunden einplanen. Das Museum liegt im Ortszentrum von Markneukirchen und lässt sich gut mit einem Besuch der Werkstätten des Musikwinkels verbinden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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