Wien

Strassenbahn Wien

Die Wiener Straßenbahn, umgangssprachlich „Bim“ genannt, ist eines der größten Straßenbahnnetze der Welt und prägt seit über 150 Jahren den öffentlichen Verkehr der Stadt. Ihr Ursprung liegt in einer 1865 eröffneten Pferdetramwaylinie, die vom Schottentor durch Alser Straße und Hernalser Hauptstraße nach Dornbach führte. Heute wird das Netz mit 29 Linien und einer Gesamtlänge von 232,9 Kilometern von den Wiener Linien betrieben, wobei die Stromversorgung über eine 600-Volt-Oberleitung erfolgt. Besonders lohnt sich die Fahrt auf den historischen Strecken, die einst von Dampf- oder Pferdekraft betrieben wurden. So verkehrte etwa die Dampftramway ab 1883 zwischen Hietzing und Perchtoldsdorf, später bis Mödling, und prägte den Süden Wiens. Auch die erste Dampfstrecke nach Stammersdorf im Norden oder die Verbindung nach Groß Enzersdorf in der Lobau zeigen, wie das Netz einst über die damaligen Stadtgrenzen hinausreichte. Die Elektrifizierung ab 1897 und die spätere Kommunalisierung unter Bürgermeister Karl Lueger machten die Straßenbahn zu einem zentralen Rückgrat des städtischen Verkehrs. Vor Ort lässt sich die Vielfalt der Linien nutzen, um durch unterschiedliche Stadtteile zu fahren. Die Ringstraßenlinien etwa verbinden historische Prachtbauten, während Linien wie die 60 oder 31 in ruhige Vororte führen. Die Oberleitung prägt das Bild der Straßen, und die Wagen bieten Einblicke in das Alltagsleben der Stadt. Mit über 270 Millionen Fahrgästen jährlich ist die Straßenbahn ein lebendiger Teil des urbanen Gefüges.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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