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Kastell Butzbach

römisches Kastell am Limes in Butzbach im Wetteraukreis in Hessen

Das Kastell Butzbach liegt im nordwestlichen Stadtgebiet von Butzbach, westlich der Bundesstraße 3 und nordöstlich der Justizvollzugsanstalt. Es war ein römisches Kastell am Obergermanischen Limes, das zusammen mit dem Kleinkastell Degerfeld zur Überwachung eines wichtigen Grenzübergangs diente. Die Ruine war lange sichtbar und erhielt den Namen Hunneburg. Die Identifizierung des Kastells gelang erst durch Grabungen der Reichs-Limeskommission. Das Kastell war Teil des UNESCO-Welterbes Grenzanlagen des Römischen Reichs. Das Kastell wurde bereits um 90 n. Chr. errichtet und wurde mehrfach erweitert und zerstört. Die erste Einheit war die cohors II Raetorum civium Romanorum, später wurde die cohors II Augusta Cyrenaica equitata stationiert. Die Erweiterung im 2. Jahrhundert stand vermutlich in Zusammenhang mit einem Chatteneinfall. Das Kastell wurde mehrmals zerstört, etwa 213 und 233 n. Chr., doch immer wieder wieder aufgebaut. Die Menge an Funden aus dieser Zeit war deutlich geringer als zuvor. Im Kastell befanden sich Baracken, ein Stabsgebäude und Lagerstraßen. Das ältere Steinkastell hatte acht Tortürme und ein großes principia. Das jüngere Steinkastell war größer und zeigte einen höheren Komfort. Im Vicus, dem Lagerdorf, fanden sich Hinweise auf eine kleinstädtische Struktur mit einer Fernstraße. Ein Heiligtum wurde an der Kreuzung Oberer Lachenweg/Seedammweg nachgewiesen. Die Grabungen zeigten eine typische Vicusbebauung.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Butzbach
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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