📷 Bild: Wikimedia Commons
Gustavia
Hafenprojekt in Schwedisch-Pommern auf der Insel Rügen am Anfang des 19. Jahrhunderts
Gustavia war ein Hafenprojekt der schwedischen Regierung im frühen 19. Jahrhundert auf der Insel Rügen. Es wurde im Sommer 1806 auf dem Mönchgut bei Klein Zicker geplant, um einen strategischen Vorteil für Handel und Militär zu schaffen. Der Zicker See wurde als ideales Hafenbecken für bis zu 400 Schiffe angesehen. Das Projekt wurde im September 1806 offiziell angestoßen und sollte eine Handelsstadt mit Werft, Dock, Seefahrtsschule und zivilen Einrichtungen umfassen. Das Projekt wurde 1807 begonnen und sollte bis 1813 fortgeführt werden, doch die Franzosen besetzten Rügen 1807 und stoppten die Arbeiten. 1811 zerstörten sie die Anlagen, und das Material wurde abtransportiert. Die Planungsunterlagen wurden vermutlich mitgenommen, und das Projekt blieb unvollendet. Der Zicker See blieb ein Nothafen und Winterliegeplatz, ohne jemals als vollständige Stadt realisiert zu werden. Die archäologischen Funde von 1995 zeigten Reste einer Landungsbrücke aus Holz und Stein, die nach dem Abzug der Franzosen um 1813 errichtet wurde. Diese Steinkisten, aus Kiefernholzbohlen und Feldsteinen, sind bis heute in 3 Meter Tiefe zu finden. Sie belegen, dass die schwedischen Pläne bis in die letzte Phase der Schwedenzeit umgesetzt wurden. Die Reste sind ein Zeugnis der unterbrochenen Hafenentwicklung auf Rügen.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Mönchgut
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