Bayerisches Nationalmuseum
Das Bayerische Nationalmuseum an der Prinzregentenstraße im Lehel zeigt auf rund 13.000 Quadratmetern kunst- und kulturhistorische Bestände, vor allem Skulptur und Kunsthandwerk aus Bayern und Europa. Den Grundstock bildet Wittelsbacher Besitz. Gegründet wurde es 1855, nachdem König Maximilian II. die Weltausstellung in London besucht hatte; der erste Bau an der Maximilianstraße öffnete 1867 und beherbergt heute das Museum Fünf Kontinente. 1894 begann der Neubau nach Entwürfen von Gabriel von Seidl, fertiggestellt am 29. September 1900. Seidls Haus ist selbst ein Exponat: Es verbindet bayerischen Heimatstil mit Renaissance- und Barockelementen und staffelt die Räume so, dass jede Epoche ihre eigene Architektur bekommt. Zu den Höhepunkten zählen Werke süddeutscher Bildschnitzer – Riemenschneider, Leinberger, Multscher – sowie eine Elfenbeinsammlung mit rund 250 Arbeiten. Weltberühmt ist die Krippensammlung des Bankiers Max Schmederer, die die Entwicklung der Krippe im Alpenraum und in Italien vom 18. bis ins 20. Jahrhundert nachzeichnet und als umfangreichste und künstlerisch bedeutendste ihrer Art gilt; sie ist im Untergeschoss untergebracht und lohnt besonders in der Adventszeit. Für einen Rundgang sollte man mindestens zwei Stunden ansetzen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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