📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Weyer
Denkmalgeschütztes Objekt in St. Veit an der Glan (34845)
Schloss Weyer steht nordöstlich der Kernstadt von St. Veit an der Glan in Kärnten. Es handelt sich um ein ehemaliges Wasserschloss, das im späten 16. Jahrhundert errichtet wurde. Das Schloss liegt auf freiem Feld hinter dem Friedhof und war ursprünglich von einem Wassergraben umgeben, dessen Spuren heute nicht mehr erkennbar sind. Die Anlage kombiniert burgartige und schlossartige Merkmale. Das Schloss hat eine reiche Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. 1585 wurde es von Anna von Liechtenstein erweitert und umbaut. Im 17. Jahrhundert war es mehrfach in Besitz verschiedener Familien, wobei es 1788 dem Gewerke Thaddäus Max Egger zufiel. Im 19. Jahrhundert lebte der spätere Kärntner Landeshauptmann Arthur Lemisch dort. Seit den 1990er Jahren wird das denkmalgeschützte Gebäude als Tierklinik genutzt. Die Anlage umfasst zwei- und dreigeschoßige Trakte, die einen längsseitigen Hof mit trapezförmigem Grundriss umschließen. Die Nord-, West- und Ostseiten sind schmucklos und haben burgartige Fronten, während die Südseite reich gegliedert ist. Ein Torturm mit Renaissance-Portal und vergitterten Fenstern ragt aus dem Westtrakt hervor. Über der Toreinfahrt befindet sich eine Bauinschrift mit der Jahreszahl 1585 und dem Wappen von Konrad von Liechtenstein-Murau. Die eisernen Kettenrollen der Zugbrücke erinnern an die frühere Form als Wasserschloss.
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- Art
- Schloss
- Ort
- St. Veit an der Glan
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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